Welcome to the movies
Mit Musik aus Filmklassikern hat der Mandolinenverein Auenheim am Samstagabend das Publikum im vollbesetzten Bürgersaal begeistert. Es war eine geglückte Premiere von Musik und Bild.
Kehl-Auenheim.Filmposter an der Wand, auf den Tischen lagen Filmstreifen als Dekoration, rechts neben der Bühne war ein Filmprojektor aufgebaut, kein Zweifel alles drehte sich um Filmmusik. Die Musik spielte auf der Bühne, links daneben auf der Leinwand produzierte Oliver König per Video die Filmszenen ohne Ton, passend zur Musik. Mit einem Auge auf die Bühne schauen, mit dem anderen auf die Leinwand, das war die Aufgabe des Publikums, denn einmal passten Film und Musik nicht zusammen. Ein Filmkenner aus Bodersweier hatte richtig geraten und bekam eine Flasche Champus.
Jean Philippe Hummel, seit 14 Jahren musikalischer Leiter des Mandolinenvereines Auenheim hat die Filmmusik für sein Zupfensemble umgeschrieben. Was in englischer Sprache angekündigt war, klang beim begeisterten Publikum wohlbekannt in den Ohren. Die „Zitterballade“ aus dem Film „Der dritte Mann“ ohne Zither aber vom Ensemble bestens gespielt, war ein guter Einstieg. Danach ging es schnell. Melodien wie „Man lebt nur zweimal“, aus dem James Bond Film oder die von Anja Köbel am Klavier begleitete Schmusemelodie aus dem Film „Forrest Gump“. Spätestens als Michele Metzel das Lied „My heart will go on“ aus dem Film Titanic sang spürte das Publikum, dass das Melodien waren die zwar englisch tituliert sind aber Jeder kennt.
Es gab auch Abwechslungen im Abendprogramm. Eine davon war der Auftritt der Tanzformation des TSC Rheingold. Von Arno Lutz geleitet, tanzte die Gruppe zunächst gesamt zur James Bond Melodie „Goldfinger“. Als Solist, zusammen mit seiner Partnerin Birgit Schweigel folgte ein Tango aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“. „Zugabe“, forderte das Publikum aber darauf war die Tanzgruppe nicht vorbereitet. Fünf Nachwuchszupfer hat Jens Egert in Ausbildung. Ein Stück aus der Dreigroschen Oper und „Pink Panter“, damit boten sie eine gelungene Premiere vor Publikum.

Johannes Mellein (Gitarre) und Klaus Riebs (Mandoline) spielten aus dem Film „Die durch die Hölle gehen“ das Stück „Cavatina“ von Stanley Myers. Dann gesellten sich noch Anne Razov, Anja Köbel und Jean Philippe Hummel dazu und spielten aus dem Film „Das Dschungelbuch“ die Melodie „Probiers mal mit Gemütlichkeit“.
Zwei Takte und die Musik war im Ohr, bei der Filmmusik „The Entertainer“ aus dem Film „Der Clou“ und erst recht bei der „Schiwago Melodie“ aus dem gleichnamigen Film. „Zorbas Dance“, Tanz und Melodie sind um die Welt gegangen. Der Mandolinenverein Auenheim weckte das Gefühl von Griechenland und blauem Meer vor allem durch Solist Klaus Riebs.
Mit „Still me“ sollte eigentlich Schluss sein. Das Publikum wollte mehr und bekam „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone als Zugabe. „Ich hoffe, sie haben etwas Kinoathmosphäre gespürt“, so Elisabeth Gockel am Schluss eines Abends der bekannten, leisen und schönen Tönen aus der Welt der Filmmusik. Ihrem Dirigenten hatte sie für die Arragements ein besonderes Geschenk. Er bekam einen „Auemer Grapp“, ein ganz besonderer Rabe, den es nur in Auenheim gibt.
Text und Foto: Dieter Heidt
