Virtuose Fingerspiele
Ein Nachmittagskonzert voll edler Musik bot der Mandolinenverein Auenheim in der Auenheimer Kirche. Unter Leitung von Jean-Philippe Hummel und mit Unterstützung der Solisten Caroline Fritz (Flöte), Ellen Oertel (Cello), Andreas Dilles (Cembalo) und Johannes Mellein (Gitarre) präsentierten die Auenheimer Zupfmusiker ein nahezu perfekt interpretiertes Programm aus Orginalkompositionen und Werkbearbeitungen.
Kehl-Auenheim. In seiner Art des Musizierens überzeugte das von Hummel einfühlsam geführte Orchester durch technische Reife und klangliche Präsenz, durch eine von einem Zupforchester nicht leicht zu handhabende Dynamik und die geschmeidige Verbindung der nahe beieinanderliegenden Klangfarben. Es ist stets ein Spiel der Nuancen, ein Gewebe seidener Stimmen.
…Klaus Riebs und Anne Razov (Mandoline) Yvonne Steurer (Mandola), Johannes Mellein (Gitarre) und Jean-Philippe Hummel (Baß) fanden sich zum Auenheimer Zupf Ensemble zusammen und gaben dem Konzert mit der „Lautenschläger-Suite“ von Walter Kretschmar und der „Studie 2B“ von Fred Witt einen besonderen Gehalt. Da besticht die Kretschmar-Suite durch ihre verschlungene Mehrstimmigkeit, ihren barocken Anklang und die eingestreuten Figuren virtuoser Fingerspiele, in denen sich auch Melleins Gitarre hervortut. Die moderne Musik der „Studie 2 B“ schwingt sich von geradtaktigem Tanz zu Elementen des Jazz. Nicht zum ersten Mal ließ diese Formation des Mandolinenvereins Auenheim aufhorchen durch ihren Mut zum Experimentieren….
Aus: Kehler Zeitung
