Ein Konzert der Sonderklasse
Der Samstagabend stand in Kiechlingsbergen ganz im Zeichen der Zupfmusik, hatte doch der Bund deutscher Zupfmusiker (BDZ), Landesbezirk Baden, zu einem Bezirkstag der Zupfmusiker aufgerufen, der aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Mandolinen- und Gitarrenvereins Kiechlinsbergen in der Weinberghalle stattfand. Daran beteiligten sich neben dem heimischen Zupforchester auch die Zupforchester aus Karlsruhe, Lörrach, Kollnau-Gutach, Auenheim, Jechtingen, sowie das Lörracher Folklore-Ensemble.
Endingen-Kiechlinsbergen.Nach der Begrüßung durch den Regionalbeauftragten des Deutschen Zupfmusikverbandes für die Landkreise Emmendingen und Freiburg, Johannes Dilger, und den Vorsitzenden des gastgebenden Vereins, Franz Späth, sowie einem Grußwort des Bundestagsabgeordneten Weiß zeigten acht Zupforchester, daß sie fähig sind, neue Wege in ihrem musikalischen Repertoire zu gehen. Die hervorragend. dargebotene, meist originale Zupfmusik mit südländischem Charakter gestaltete sich zu einer Werbung für die Zupfmusik, die trotz des großen Freizeitangebots auch bei jungen Menschen an Ansehen gewinnt…
…Das stattlich besetzte Orchester aus Auenheim zeigte einen hohen Leistungsstand mit einem Walzer für Jazzorchester („Walzer Nr. 2“ aus der Jazz-Suite Nr. 2 von Dimitri Schostakovitsch, Anm. MVA) sowie „La Pulce d’Aqua“ von Angelo Branduardi unterstützt von Flöte und Kontrabaß. Der Funke sprang vollends über, als die ersten Töne des melodiösen und gefälligen „Once upon a time in the west“ erklangen. Das Publikum forderte eine Zugabe. („My Heart will go on“, Titelmelodie aus dem Film „Titanic“, Anm. MVA)…
…Zum Schluß gab es noch eine Zugabe, mit einem Riesenorchester aus Musikern aller Orchester zusammengestellt, mit „Vita Mandolinistica“ von Emil Köhler, die nochmals ausgiebig beklatscht wurde. Fazit der Besucher: ein Konzert der Sonderklasse.
Aus: Badische Zeitung
