Das ZEA auf Fortbildung beim BDZ
Nach einer sehr langen Auszeit besuchten die Spieler des Zupf-Ensemble-Auenheim zur Vorbereitung auf das diesjährige „Konzert in der Kirche“ wieder einmal einen Lehrgang des BDZ.
Pforzheim-Hohenwart. Die Freude seitens der Dozenten war groß, nach so langer Zeit wieder Spieler aus Auenheim auf einem Lehrgang des BDZ begrüßen zu können. Uns erwartete ein strammes aber auch vielseitiges Programm: Einzelunterricht, Ensemblespiel, Lehrgangsorchester, Lehrgangschor und Entspannungsworkshop.
Nachdem wir unsere Zimmer im Forum Hohenwart bezogen und uns bei einem reichhaltigen Abendessen gestärkt hatten, stand von 19:30 bis 22 Uhr Orchesterprobe sowie danach eine erste kurze Chorprobe auf dem Plan. Anschließend wurden – verbunden mit einer Vorstellungsrunde – die Kammermusikgruppen eingeteilt. Jetzt endlich war Freizeit angesagt und in gemütlicher Runde lernten wir die anderen Teilnehmer besser kennen.
Am nächsten Morgen stand um 9 Uhr Chorprobe auf dem Plan, die wir für eine erste Ensembleprobe (ohne Dozentin) „schwänzten“. Danach war bis zur Mittagspause Einzelunterricht, den wir allerdings in einer größeren Runde durchführten.
Am Nachmittag hatten wir dann bei unserer Dozentin Birgit Wendel die erste Ensembleprobe. Eigentlich wollten wir während des Lehrgangs zwei Sätze der „Norwegischen Tänze“ von Edvard Grieg einstudieren, aber leider hatten wir keine Partitur dabei.
Und so lag dann plötzlich „Liebesfreud“ von Fritz Kreisler auf unseren Notenständern. Dieses Stück hatten wir zuvor noch nie gespielt bzw. gehört und so machten wir uns an die Arbeit, denn am Sonntag sollten wir dieses Stück beim Konzert aufführen!
Die Zeit bis zum Abend „überbrückten“ wir dann mit viel Kaffee, Orchester- und Chorprobe bzw. Ensembleprobe zu viert im Fernsehraum.

Zusätzlich zu unserem neuen Musikstück sollten wir auch mit den mittlerweile allgemein verwendeten „Wolle-Plektren“ spielen. Bisher konnten wir uns damit nicht so recht anfreunden, da die unbearbeiteten Plektren beim Spielen unschöne „Störgeräusche“ produzieren.
Die richtige Schleiftechnik zeigte uns an diesem Abend Elena Kisseljow. Und wir staunten nicht schlecht: Denn zum Schleifen wird nicht etwa feines Schleifpapier verwendet sondern ganz normales weißes Druckerpapier! Und tatsächlich klingen die bearbeiteten Plektren erheblich besser und weicher als zuvor.
Am Sonntag fand dann am Nachmittag zum Abschluss des Workshops (natürlich nach diversen Generalproben) das Teilnehmerkonzert statt.
Zuerst sang der Lehrgangschor seine beiden einstudierten Lieder und danach spielte das Lehrgangsorchester die ersten beiden Sätze der „Sonata VI“ von Giuseppe Sammartini (1695-1750). Als zweites Stück hatte Dirigentin Sonja Wiedemer mit uns „Antonina“ von John Goodin eingeübt. Eine gefällige Komposition mit einem interessanten Mittelteil.
Im Anschluss spielten die einzelnen Kammermusikgruppen ihre einstudierten Stücke. Auch wir zeigten, was wir in der kurzen Zeit gelernt hatten. Die „Liebesfreud“ machte uns so viel Spaß, dass wir schon während des Workshops beschlossen hatten, dieses Stück auch an unserem diesjährigen „Konzert in der Kirche“ aufzuführen.
Und mit dem festen Vorsatz, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, verabschiedeten wir uns von allen und traten voll motiviert die Heimreise an.






